Kalender für Knobi-Anbau

Oktober-November – Zeit zum Stecken der Knollen

kann auf Beete in sonniger Lage Knoblauch gesteckt werden. Dazu verwendet man einzelne Knoblauchzehen. Die Knoblauchknollen sollten erst kurz vor dem Stecken geteilt werden. Zu beachten ist, dass größere Zehen erfahrungsgemäß auch größere Knollen entwickeln. Der Reihenabstand beträgt 20 – 25 cm. In der Reihe steckt man in Abständen von 8 bis 10 cm und etwa 5 bis 6 cm tief. Bei Verwendung von Bulbillen* aus dem Blütenstand genügt eine Pflanztiefe von 4 cm.

Knoblauch bevorzugt nährstoffreichen, nicht zu leichten, tiefgründigen Boden. Der Wasserbedarf ist relativ gering. Während sich eine möglichst kontinuierliche Bodenfeuchtigkeit im Frühjahr günstig auswirkt, sollte der Boden im Sommer zur besseren Ausreifung der Knollen trocken und warm sein. Stauende Nässe verträgt Knoblauch nicht.

Mitte bis Ende Mai, Juni – Düngung und Hauptbewässerungszeit

erhält der Knoblauch eine Kopfdüngung. Man verwendet dazu einen Volldünger und streut etwa 50 g/m². Er wird sofort flach eingehackt. Ein reiner Stickstoffdünger ist nicht zu empfehlen. Je nach Pflanzenentwicklung kann nach 3 Wochen eine weitere Düngung erforderlich werden. Zur wichtigsten Pflegemaßnahme gehört das ständige Lockern der Beetoberfläche. Bei Trockenheit sind während der Hauptwasserbedarfszeit im Mai und Juni 3-4 Wassergaben von je 20 mm erforderlich.

Juli-August – Erntezeit

Knoblauch darf man erst ernten, wenn das Laub zu welken beginnt. Die Knollen müssen gut ausgereift sein, wenn sie sich im Winter gut halten sollen. Man hebt sie mit der Grabegabel vorsichtig aus dem Boden und lagert sie zum trocknen an einem luftigen Platz. Danach wird geputzt und sortiert. Für den Anbau im kommenden Frühjahr wählt man möglichst die größten Knollen aus. Auch die in den Blütenständen gebildeten Bulbillen können für diesen Zweck Verwendung finden.

* Bulbillen: Der stielrunde, sehr lange (50–100 Zentimeter) und aufrechte Blütenstandsschaft trägt einen fast kugeligen scheindoldigen Blütenstand mit einigen Blüten. Neben den meist unfruchtbaren Blüten entwickeln sich in einem spitzen, papierigen Blatthütchen etwa zehn bis zwanzig runde Brutzwiebeln. 

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